Kinder werden verwöhnt, wo es den Eltern oder Großeltern nur möglich ist. Man bemüht sich, Dinge zu kochen, die den lieben Kleinen sehr gut schmecken, oder sucht im Süßwarenregal die Sachen aus, die auch den Leckermäulchen wirklich zusagen. Ein Blick in manche Kinderzimmer lässt allerdings die Frage aufkommen, ob man es mit dem Verwöhnen nicht manchmal etwas übertreibt. Gerade noch ist Platz zum Durchgehen, im Bett bleibt eben noch der Raum, dass das Kind sich in der Nacht einmal umdrehen kann. Alles andere ist mit Spielzeug vollgestellt. Ein Traum für die Kinder? Oder ist dieser Konsumwahn nicht doch eher schädlich für die Kleinen?
Viel Spielzeug bedeutet, dem Kind geht es gut. So einfach ist das allerdings nicht. Ein Kind soll lernen, die Sachen, die es besitzt, zu achten. Dies wird umso schwerer, je bedeutungsloser die einzelnen Spielsachen sind. Kinder, die immer mehr mit Spielzeug überhäuft werden, wissen den Wert dieser Anschaffungen nicht mehr zu schätzen. Ist eine Sache kaputt, wird die nächste aus dem Regal geholt oder eben etwas neues gekauft, ganz gleich, wie das Portemonnaie der Eltern dies verkraftet. Was die Eltern nicht leisten, bringen Onkel, Tanten, Freunde und natürlich die Großeltern. So ersticken die Kinder schon beinahe im Überfluss, ohne dabei wirkliche Wertschätzung zu erfahren. Manchmal sind die vielen Geschenke auch ein Ersatz für Zeit, die man für die Kinder aufbringen sollte, statt sie zu verwöhnen.
Leider ist es nicht immer gesagt, dass Kinder, die viel Spielzeug besitzen, mit sich selbst und den vielen schönen und teuren Dingen auch etwas anzufangen wissen. Obwohl das Angebot an Beschäftigung immens und vielseitig wäre, können diese Kinder sich nicht 15 Minuten mit einer Sache beschäftigen. Ein Zeichen dafür, dass die Kleinen auch noch etwas anderes brauchen, als Spielzeug en masse. Ein gesundes Maß an pädagogisch wertvollem Spielzeug, dazu die liebevolle Aufmerksamkeit von Papi und Mami: So sieht ein glückliches Kinderleben aus.
