Natürlicher Bewegungsdrang bei Kindern

May 23rd, 2009 · No Comments

Kinder besitzen einen natürlichen Drang zum Klettern, Toben, Balancieren, also einfach zum Bewegen. Wird dieser Bewegungsdrang unterdrückt, so hat das ernste Folgen für unsere Kleinen.

Bewegung fördert die Entwicklung, daher benötigen Kinder in den ersten elf bis zwölf Lebensjahren mindestens zwei bis drei Stunden täglich Bewegung. Der natürliche Bewegungsdrang sollte dabei ausgenutzt werden. Wenn Sie dieses unterstützen, so tragen Sie entscheidend zur körperlichen, geistigen sowie seelischen Entwicklung Ihres Kindes bei.
Bereits im Babyalter zeigen sich derartige Bedürfnisse. Wir alle kennen das fröhliche Strampeln des Säuglings und das damit verbundene glückliche Lachen. Durch Bewegung im Kleinkind- und Grundschulalter lernen Kinder auf natürlichem Wege die Körperspannungen zu beherrschen und mit dem richtigen Körpergleichgewicht umzugehen. Gerade auf Spielplätzen oder aber auch einfach nur am Bolzplatz oder im Wald sowie im eigenen Garten können sich unsere Kinder altersgemäß an ihre körperlichen Grenzen herantasten. Sie lernen somit nicht nur bestimmte – manchmal eventuell sogar heikle – Situationen einzuschätzen, sie trainieren ein entsprechendes Sozialverhalten durch Spiel und Wettbewerb und erreichen ein stärkeres Selbstbewusstsein. Und selbstbewusste Kinder werden bekanntermaßen auch viel seltener Opfer von sexuellen Annäherungen oder Gewalt.

Ausreichend Bewegung – möglichst an der frischen Luft – fördert nicht nur die Entwicklung unserer Kinder, vielmehr schadet Bewegungsmangel unseren Kleinen ganz beträchtlich. Mangel an Bewegung zieht schlechtere Schulleistungen, Konzentrationsprobleme, körperliche wie auch seelische Störungen nach sich. Bewegungsarmut bei Kindern bedeutet, dass Kinder kein richtiges Körpergefühl entwickeln lernen, dass sie somit auch stärker unfallgefährdet sind, und dass sie in den meisten Fällen Übergewicht und Haltungsschäden schon in frühester Kindheit entwickeln.