Kleinkinder brauchen Geborgenheit

March 13th, 2010 · No Comments

Kleinkinder sind bereits kleine Persönlichkeiten und haben Anspruch auf eine fröhliche Kindheit. Dazu gehören Harmonie im Elternhaus und der Umgang mit Gleichaltrigen zur Förderung sozialer Kontakte. Der Balanceakte zwischen häuslicher Geborgenheit und beruflichen Beanspruchung ist nicht leicht.

Es wird in Zeiten der Arbeitslosigkeit die Bedeutung der Hausfrauenrolle in den Mittelpunkt gerückt. Das ist nicht nur eine weibliche Aufgabe. Hausmänner werden ebenfalls den Anforderungen der Kleinkinder gerecht und bewältigen den alltäglichen Haushalt. Sie können liebevoll den Sprössling in den Schlaf wiegen und abenteuerliche Geschichten erzählen. Doch fehlt den Hausfrauen und Hausmännern die öffentliche Anerkennung. Kleinkinder können auf Spielplätzen mit Gleichaltrigen sich auseinander setzen, das Spielzeug verteidigen oder großzügig die Schaukel frei geben. Aber sie wissen dabei im Hintergrund die Eltern als Beschützer.

Gerade bei allein erziehenden Elternteilen ist die berufliche Entwicklung nicht nur eine finanzielle Sicherheit. Sie bleiben im Berufsalltag integriert, versuchen trotzdem, die verbleibende Freizeit intensiv zu nutzen. Das schafft Unabhängigkeit von staatlichen Unterstützungen oder dem getrennten Partner. Da sind vielfältige Hilfen wichtig. Das können bei diesen Kleinkindern die Großeltern, eine liebevolle Tagesmutti oder ein Kindergartenplatz sein. Wenn diese Zusammenarbeit Hand in Hand geht, ist trotzdem eine effektive Betreuung möglich. Diese Kinder werden schnell selbstständig und begreifen, wie wichtig die Arbeit für ein erfülltes Leben ist.

Nun leben leider nicht alle Kleinkinder in sozialer Geborgenheit. Sie werden mit den Folgen von Armut groß und lernen zeitig Suppenküchen kennen. Viele Wünsche bleiben unerfüllt. Leider wird oft nicht für eine ausgewogene, gesunde Ernährung gesorgt. Eltern leben in einem sozialen Abseits, haben mitunter sich selber aufgegeben. Die Kleinkinder leiden darunter, auch wenn für sie dieses Leben noch keinen Namen hat. Kinderseelen leiden leise.

Was kann die Gesellschaft tun, damit diese Kinderseelen lachen können? Es wird in den Parteien und Medien viel diskutiert. Viele Vorschläge werden wegen finanziellen Engpässen wieder verworfen. Dabei wird der soziale Unterschied bereits bei Kleinkindern immer größer. Arbeitslosigkeit schafft Trostlosigkeit. Nicht alle Eltern können dann noch Liebe und Geborgenheit vermitteln.