Manche Mütter wollen ihr Baby so natürlich, wie nur irgend möglich, ernähren. Sie verzichten auf viele Nahrungsmittel, Alkohol und Zigaretten, leben sehr gesund, um ihr Kind stillen zu können. Dabei kann man sich ja aussuchen, ob man das Baby an die Brust legt, oder ob man die Milch abpumpt und dann mit einem Fläschchen füttert. Beides ist legitim, denn schließlich mengt man der Muttermilch nichts bei, was schädlich ist. Die Milch wird nach dem Abpumpen in einem sauberen Behältnis aufbewahrt, bis sie verwendet werden kann. Natürlich ist der Umweg über die Flasche nicht unbedingt erforderlich, es sei denn, das Stillen bereitet der jungen Mutter größere Schmerzen an den empfindlichen Brustwarzen.
In der Öffentlichkeit nimmt das Baby keine Rücksicht darauf, ob es nun Hunger bekommen darf oder nicht. Wenn es der Mutter auch gerade nicht passt, fordert das kleine Menschenkind bald lautstark seinen Tribut. Nun kann man nicht überall einfach den Pulli hochschieben, die Brust entblößen und das Baby anlegen, um es zu stillen. Befremdliche Blicke der einen, neugieriges Gaffen der anderen und Kommentare, wie „ach schau mal, wie süß!“ sind die Regel. Eine gewisse Scham kommt ohnehin dazu, sodass manche Mutter lieber mit dem hungrigen Baby nach Hause geht, um es dort zufrieden und satt zu bekommen.
Vorausschauendes Planen gehört zum Leben junger Eltern dazu. Ein warmgehaltenes Fläschchen mit abgepumpter Muttermilch erspart das Öffnen des BHs in der Öffentlichkeit. So kann man mit dem Baby auch einen Stadtbummel machen, ohne dass die regelmäßige Essenszeit im Wege stünde. Stillen ist für die Kinder das Beste, was ihnen passieren kann. Gesünder und näher verbunden mit der Mutter ist das Aufwachsen kaum möglich.
